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Grundlagen

Poolroboter oder Poolsauger?

Poolroboter, Bodensauger, hydraulische Sauger oder Handsauger? Die Unterschiede bei Aufwand, Kosten und Reinigungsergebnis im direkten Vergleich.
Von Poolradar Redaktion

Aktualisiert am

5 Min. Lesezeit

Für die Bodenreinigung im Pool gibt es vier Gerätetypen: den Poolroboter, den Handsauger, den hydraulischen (saugseitigen) Bodensauger und den druckseitigen Sauger. Sie unterscheiden sich vor allem darin, wer die Arbeit erledigt, wo der Schmutz landet und ob Wände und Wasserlinie mitgereinigt werden.

Die vier Gerätetypen im Überblick

Poolroboter

Ein Poolroboter hat eine eigene Pumpe, einen eigenen Filter und einen eigenen Antrieb. Er wird per Akku oder Kabel betrieben und ist unabhängig von der Filteranlage. Schmutz landet im Filterkorb des Geräts, den Sie nach jedem Einsatz leeren. Die Grundlagen erklärt der Ratgeber Was ist ein Poolroboter?.

Handsauger

Der klassische Handsauger besteht aus einem Saugkopf an einer Teleskopstange und einem Schlauch, der an Skimmer oder Saugdüse angeschlossen wird. Den Sog liefert die Filterpumpe, der Schmutz landet im Filter der Poolanlage. Daneben gibt es akkubetriebene Handsauger mit eigenem Filterbeutel. In beiden Fällen führen Sie das Gerät selbst über den Boden.

Hydraulischer (saugseitiger) Bodensauger

Ein hydraulischer Bodensauger wird wie ein Handsauger an Skimmer oder Saugdüse angeschlossen, fährt aber selbstständig. Der Sog der Filterpumpe treibt ihn an, meist im Zufallsmuster. Er läuft nur, solange die Filterpumpe läuft, und braucht eine ausreichend starke Pumpe. Der Schmutz gelangt in die Filteranlage, die dadurch häufiger rückgespült oder gereinigt werden muss.

Druckseitiger Sauger

Ein druckseitiger Sauger nutzt den Wasserrücklauf der Filteranlage als Antrieb und sammelt den Schmutz in der Regel in einem eigenen Beutel. Häufig ist eine zusätzliche Booster-Pumpe nötig. Hierzulande ist dieser Typ vergleichsweise selten.

Vergleich: Aufwand, Kosten, Ergebnis

KriteriumPoolroboterHandsaugerHydraulischer SaugerDruckseitiger Sauger
AntriebEigene Pumpe, Akku oder KabelVon Hand, Sog meist über FilterpumpeSog der FilterpumpeRücklauf der Filterpumpe, oft plus Booster-Pumpe
Schmutz landet inFilterkorb im GerätFilteranlage oder BeutelFilteranlageBeutel am Gerät
Ihr ZeitaufwandGering: einsetzen, Filter leerenHoch: jeder Durchgang von HandGering bis mittel: anschließen, Filter rückspülenGering bis mittel
Wände und WasserlinieJe nach ModellVon Hand möglichMeist nur Boden, teils WändeMeist Boden, teils Wände
Aktive BürstenIn der Regel jaNeinIn der Regel neinTeilweise
Anschaffung299–1.999 € (UVP, Datenbank)Meist niedrigMeist deutlich unter Roboter-NiveauMittel, plus ggf. Booster-Pumpe
Laufende KostenStrom für Roboter oder LadegerätStrom der FilterpumpeStrom der Filterpumpe, häufigeres RückspülenStrom der Pumpe und ggf. Booster

Beim Reinigungsergebnis liegt der Poolroboter meist vorn, weil er Bürsten und eigene Filterung kombiniert. Die Filterfeinheit reicht in unserer Datenbank laut Hersteller von 3 bis 180 µm. Hydraulische Sauger hängen dagegen von der Leistung Ihrer Filterpumpe ab und fahren oft nach dem Zufallsprinzip.

Vor- und Nachteile des Poolroboters

Das spricht dafür

  • Arbeitet selbstständig, auch per Zeitplan bei Modellen mit App
  • Eigener Filter entlastet die Filteranlage
  • Je nach Modell Reinigung von Wänden und Wasserlinie
  • Unabhängig von der Laufzeit der Filterpumpe

Das spricht dagegen

  • Höhere Anschaffungskosten als Sauger
  • Filterkorb muss nach jedem Einsatz geleert werden
  • Akku-Modelle mit begrenzter Laufzeit, Kabelmodelle mit Kabelhandling
  • Treppen und enge Ecken oft nur eingeschränkt erreichbar

Entscheidungstabelle

Ihre SituationEmpfehlung
Kleiner Aufstellpool, selten genutzt, wenig SchmutzHandsauger
Aufstellpool, regelmäßig genutztLeichter Akku-Bodenreiniger mit Freigabe für Aufstellpools
Einbaupool, knappes Budget, kräftige FilterpumpeHydraulischer Bodensauger
Einbaupool, Wände und Wasserlinie sollen sauber werdenPoolroboter mit Wand- und Wasserlinienmodus
Großer Pool, sehr häufige ReinigungKabel-Poolroboter ohne Laufzeitgrenze
Viel LaubVorher abkeschern, dann Roboter mit großem Filterkorb

Für Aufstellpools ist in unserer Datenbank nur ein Modell laut Hersteller ausdrücklich freigegeben:

AiperScuba SEBoden · bis 1 h 30 min · UVP 299 €4,9/10

Weitere Optionen für weiche Beckenwände finden Sie unter Poolroboter für Aufstellpools, günstige Modelle unter Poolroboter unter 500 Euro.

Wann ein Poolsauger die bessere Wahl ist

Ein Handsauger oder hydraulischer Sauger ist sinnvoll, wenn der Pool klein ist, nur kurz in der Saison genutzt wird oder das Budget knapp ist. Auch als Ergänzung bleibt ein Handsauger nützlich: für Treppen, Ecken und punktuellen Schmutz, den ein Roboter nicht erreicht.

Filteranlage bleibt nötig

Kein Gerätetyp ersetzt die Filteranlage. Sie wälzt das Wasser um und hält es klar, während Roboter und Sauger abgesunkenen Schmutz entfernen.

Unsere Einordnung

Wer den Pool regelmäßig nutzt und Zeit sparen will, ist mit einem Poolroboter am besten bedient – idealerweise mit Wand- und Wasserlinienmodus. Ein Handsauger ist die günstige Alternative für kleine Becken und als Ergänzung für Treppen. Ob sich die höhere Anschaffung rechnet, zeigt der Ratgeber Lohnt sich ein Poolroboter?.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Poolroboter und Poolsauger?

Ein Poolroboter arbeitet autonom mit eigener Pumpe und eigenem Filter. Ein klassischer Poolsauger wird von Hand geführt oder hängt an der Filteranlage des Pools.

Verfasst von

Poolradar Redaktion

Die Redaktion pflegt die Produktdatenbank, wertet Herstellerangaben aus und schreibt Kaufberatungen und Ratgeber. Bewertungen entstehen nach der öffentlich dokumentierten Methodik.

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