Ein Poolroboter ist ein elektrisches Reinigungsgerät, das selbstständig über den Boden und je nach Modell auch über Wände und Wasserlinie Ihres Pools fährt. Er saugt Schmutz mit einer eigenen Pumpe an und sammelt ihn in einem eingebauten Filter. Dieser Ratgeber erklärt Aufbau, Arten und Grenzen.
- Antrieb
- Akku oder Kabel
- Akku-Laufzeit
- ca. 90–300 min
- Kabellänge (Datenbank)
- 18 m
- Filterfeinheit
- ca. 3–180 µm
- UVP-Spanne
- 299–1.999 €
So arbeitet ein Poolroboter
Der Roboter sinkt auf den Beckenboden, fährt das Becken nach einem Muster ab, löst Beläge mit Bürsten und saugt den Schmutz ein. Elektromotoren treiben Räder oder Ketten an. Eine Pumpe erzeugt einen Sog: Das Wasser strömt durch den Filterkorb im Gerät und tritt gereinigt wieder aus. Der Schmutz bleibt im Roboter und gelangt nicht in die Filteranlage des Pools.
Nach dem Reinigungszyklus bleibt der Roboter je nach Modell am Boden liegen oder parkt an Wand bzw. Wasserlinie, damit Sie ihn leichter herausheben können. Danach leeren Sie den Filterkorb – das ist der wichtigste Handgriff im Alltag (mehr dazu im Ratgeber Poolroboter reinigen).
Die wichtigsten Komponenten
Ob ein Roboter gründlich reinigt, hängt vor allem von Filter, Bürsten und Navigation ab – weniger von der Stromversorgung.
| Komponente | Aufgabe | Worauf Sie achten sollten |
|---|---|---|
| Pumpe | Erzeugt den Sog zum Ansaugen | Saugleistung bei zunehmend vollem Filter |
| Filter | Hält Schmutz im Gerät zurück | Feinheit in µm (kleiner ist feiner), Korbvolumen, Zugang von oben |
| Bürsten | Lösen Beläge von Boden und Wänden | Material, Verschleiß, Haftung an der Wand |
| Antrieb | Bewegt den Roboter über Boden und Wände | Gewicht, Steigfähigkeit an Wänden |
| Navigation | Bestimmt, wie das Becken abgefahren wird | Zufallsfahrt oder geplante Bahnen |
| Stromversorgung | Akku oder Schwimmkabel mit Netzteil | Laufzeit oder Kabelhandling |
Filter: Feinheit und Volumen
In unserer Datenbank reicht die Filterfeinheit laut Hersteller von 3 µm (etwa beim Aiper Scuba X1) bis 180 µm. Feine Filter halten auch Staub und Pollen zurück, setzen sich aber schneller zu. Das Filterkorbvolumen liegt bei den Akku-Modellen der Datenbank, für die Angaben vorliegen, zwischen 2 und 5 Litern – wichtig, wenn viel Laub anfällt.
Navigation: vom Zufall bis zur Kamera
Einfache Modelle fahren nach dem Zufallsprinzip und drehen an Hindernissen ab. Ein Gyroskop ermöglicht systematischere Bahnen. Höherpreisige Geräte kombinieren mehrere Sensoren, etwa Ultraschall und Infrarot, oder nutzen eine Kamera zur Schmutzerkennung. Geplante Bahnen decken das Becken in der Regel gleichmäßiger ab und sparen Laufzeit.
Arten von Poolrobotern
Poolroboter lassen sich nach zwei Merkmalen einteilen: welche Flächen sie reinigen und wie sie mit Strom versorgt werden.
Bodenreiniger und Wandreiniger
Bodenreiniger reinigen ausschließlich den Beckenboden. Sie sind meist leichter und günstiger und eignen sich für kleine Becken mit flachem Boden. Ein Beispiel aus unserer Datenbank ist der Aiper Scuba SE: laut Hersteller 5 kg, bis 80 m², nur Boden, für Aufstellpools freigegeben.
Wandreiniger klettern zusätzlich die Wände hinauf, viele reinigen auch die Wasserlinie. Das ist nicht selbstverständlich: Der Dolphin E20 reinigt laut Hersteller Boden und Wände, aber nicht die Wasserlinie. Einzelne Premium-Modelle wie der Beatbot AquaSense 2 Pro sammeln zusätzlich Schmutz an der Wasseroberfläche. Eine Übersicht passender Modelle finden Sie unter Poolroboter mit Wandreinigung.
Akku- und Kabelmodelle
Akku-Poolroboter arbeiten ohne Kabel im Becken, ihre Laufzeit ist aber begrenzt und sie müssen nach dem Einsatz geladen werden. Kabel-Poolroboter hängen über ein Schwimmkabel an einem Netzteil außerhalb des Pools und laufen ohne Ladepause; dafür kann sich das Kabel verdrehen. Die Vor- und Nachteile vergleicht der Ratgeber Poolroboter mit oder ohne Kabel.
Abgrenzung zur Filteranlage
Filteranlage und Poolroboter erledigen unterschiedliche Aufgaben und ergänzen sich.
| Filteranlage | Poolroboter | |
|---|---|---|
| Aufgabe | Wasser umwälzen, Schwebstoffe filtern, Pflegemittel verteilen | Abgesunkenen Schmutz und Beläge entfernen |
| Betrieb | In der Saison täglich mehrere Stunden | Einige Male pro Woche |
| Schmutz landet in | Sandfilter oder Kartusche | Filterkorb im Roboter |
| Reinigt Wände | Nein | Je nach Modell |
Davon zu unterscheiden sind hydraulische Bodensauger: Sie hängen an der Filteranlage und werden von deren Pumpe angetrieben. Ein Poolroboter braucht diesen Anschluss nicht. Den Vergleich der Gerätetypen finden Sie unter Poolroboter oder Poolsauger.
Welcher Typ passt zu welchem Pool?
Geeignet für
- Einbaupools mit Wänden und Wasserlinie: Wandreiniger mit Wasserlinienmodus
- Kleine Aufstellpools mit flachem Boden: leichter Akku-Bodenreiniger mit Freigabe für Aufstellpools
- Große Pools und tägliche Reinigung: Kabelmodell ohne Laufzeitgrenze
Nicht ideal für
- Pools, deren Schmutz vor allem an der Oberfläche schwimmt: Hier helfen Skimmer, Abdeckung oder ein Modell mit Oberflächenmodus
- Treppen und enge Ecken: Diese müssen bei vielen Modellen gelegentlich von Hand nachgereinigt werden
Unsere Einordnung
Für die meisten Einbaupools ist ein Wandreiniger mit Wasserlinienmodus die sinnvollste Wahl, weil sich an der Wasserlinie Fett- und Schmutzränder bilden. Reine Bodenreiniger lohnen sich vor allem bei kleinen Aufstellpools. Ob Akku oder Kabel, entscheiden in erster Linie Poolgröße und Reinigungshäufigkeit. Passende Modelle finden Sie im Poolroboter-Vergleich oder über den Poolroboter-Finder.
Häufige Fragen
Wie funktioniert ein Poolroboter?
Ein Poolroboter fährt selbstständig über Boden und je nach Modell Wände, saugt Schmutz über eine eigene Pumpe an und sammelt ihn in einem integrierten Filterkorb. Er arbeitet unabhängig von der Filteranlage des Pools.
Ersetzt ein Poolroboter die Filteranlage?
Nein. Die Filteranlage wälzt das Wasser um und hält es klar, der Roboter entfernt abgesunkenen Schmutz von Boden und Wänden. Beide ergänzen sich.
Verfasst von
Poolradar RedaktionDie Redaktion pflegt die Produktdatenbank, wertet Herstellerangaben aus und schreibt Kaufberatungen und Ratgeber. Bewertungen entstehen nach der öffentlich dokumentierten Methodik.
Aktualisiert am